Zusammen Stark -
Verbundschule der Standorte Hünger und Tente

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Ausflug zur Papiermühle


Unser Ausflug in die Papiermühle Bergisch Gladbach
Neulich fuhren wir mit unserer Klasse mit Rucksack und Frühstuck ins Pa-piermuseum der Firma Gohrsmühle nach Bergisch Gladbach. Im Museum gab es viele interessante Sachen und für Besucher ohne Führung gab es einen Audioguide. Wir hatten aber eine Führerin, die uns die meisten Sachen er-klärte.
Die Papiermühle wurde um das Jahr 1900 erbaut. Bei der Papierherstellung arbeiteten auch die Kinder mit. Zur Herstellung des Papiers benötigte man Leinen. Der Lumpensammler brachte alte Lumpen vorbei, die nach Leinen und anderen Materialien sortiert wurden. Die Kleider waren häufig mit Viren und Bakterien von kranken Menschen verseucht, sodass auch die in der Mühle arbeitenden Kinder sich mit Krankheiten anstecken konnten. Die Leinenkleidung wurde zerschnitten und dann in eine mit Wasser gefüllte Art Badewanne geworfen. Das Mühlrad war an einem großen schweren Holz-kolben befestigt. In dem Holzkolben waren Quader. Durch das Drehen des Mühlrades wurden Balken angehoben, an denen Hämmerchen befestigt wa-ren. Die Hämmerchen zerfaserten das Leinen so, dass man aus dem Leinen-fasern Papier herstellen konnte. Die Leinenfasern wurden in große Bottiche gekippt. Aus diesem Bottich wurden die Fasern mit einem Sieb mit Rahmen herausgeschöpft. Das Wasser lief zurück in den Bottich und die Fasern blie-ben auf dem Sieb. In dem Rahmen, der die Größe des späteren Blattes vorgab, wurden die Fasern mit dem Sieb auf ein Vlies gepresst. Die einzelnen Fasern fügten sich zusammen. Dann hob man das Sieb wieder ab. Neue Fasern wurden aus dem Bottich geschöpft und der Vorgang begann von neuem. Die gepressten Fasern wurden getrocknet und gelagert. Fertig war das Blatt.
Heute nimmt man moderne Papiermaschinen. Früher gab es gab auch eine Laborpapiermaschine im Wert von 1 oder 1,5 Millionen Euro. Sie war so auf-gebaut wie eine echte Papiermaschine, denn eine Papiermaschine kann ja nicht ohne Tests gebaut werden. Das Baujahr dieser Testmaschine war 1970. Sie bestand aus Rollen, Walzen und einem Kessel. Ein netter Herr führte sie uns vor.
Am Ende der Führung öffnete die Führerin eine Tür. Neben der Tür befand sich eine Glaswand. Als die Tür aufging, wurde es sehr sehr laut. Die Führe-rin erklärte uns, dass es in einer heutigen Papierfabrik so laut wäre. Zum Schluss durften wir selber Papier schöpfen. Der Ausflug hat allen gro-ßen Spaß gemacht.
Philipp Meyer, Klasse 3b

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