Zusammen Stark -
Verbundschule der Standorte Hünger und Tente

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Ausflug ins Schulmuseum Klasse 4b


Der Ausflug zum Schulmuseum in Bergisch Gladbach
Am 4. Mai fuhren wir mit etwas Verspätung um 9.15 Uhr nach Bergisch Gladbach zum Schulmuseum. Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir dort an. Wir wurden freundlich empfangen und direkt in den ersten Raum geführt. Der Raum war das Wohnzimmer und das Büro des Lehrers zugleich. Dort standen ein über ein hundert Jahre altes Sofa, ein Harmonium, auf dem ein Geigenkoffer lag und ein alter Holztisch, der mit einer Glasplatte abgedeckt war. Durch die Glasplatte waren Listen und andre Papiere zu sehen. Wenn man die Schubladen des Tisches aufzog, waren sie ebenfalls mit Glas abgedeckt, damit die sich darin befindenden originalen Papiere nicht zu entnehmen waren. An der Wand hing ein Bild von dem damaligen Kaiser Wilhelm II und seiner Familie.br> Im nächsten Raum standen eine Wickelkommode, ein Herd und andere Gegenstände. Auf der Wickelkommode standen Puder und ein Baby-Fläschchen. Außerdem waren auch eine Baby-Puppe, Windeln und Kleidungsstücke für das Baby zu erblicken. An der Wand hingen gehäkelte Socken in verschiedenen Größen und in einer Vitrine waren gehäkelte Deckchen, auf denen das Alphabet zu erkennen war, ausgestellt.
Die Museumsführerin erzählte uns, dass Mädchen vor ca. 100 Jahren eine schlechtere Schulausbildung bekamen, da Jungen als wertvoller galten. Häkeln war wichtig, da die Frauen den Haushalt führten und auch Kleidungsstücke herstellten.
An einer besonders dünnen Stelle der Wand gab die Frau des Lehrers ein Klopfzeichen, damit ihr Mann wusste, dass das Mittagessen fertig war. In der oberen Etage des Hauses, das vor etwa 140 Jahren erbaut wurde, gab es eine große Vitrine, in der sich alles Mögliche befand. Unter anderem ein ausgestopfter Dachs, Schlangenhaut, ein Stein, in dem kleine Diamanten waren, Echsenhaut samt Schuppen und die Schädelknochen mit Zähnen eines Wildschweines.
In einem weiteren Raum befanden sich vom Lehrer selbst gebaute elektrische und technische Gegenstände z.B. ein Winker für ein Auto oder Batterien mit Stromkreisen, damit er den Schülern auch Dinge praktisch erklären und zeigen konnte.
Anschließend bekamen wir eine Schulstunde wie sie vor etwa 100 Jahren war. Die Lehrerin wurde, wenn sie noch nicht verheiratet war, immer mit Fräulein angesprochen. Sie musste gut gekleidet sein und trug deshalb ein schwarzes Kleid. Man dürfte im Unterricht keine Fragen stellen, sondern nur Fragen beantworten. Sobald ein Kind von der Lehrerin aufgerufen wurde, musste dies die Frage schnell und flüssig beantworten und mit Fräulein Lehrerin beenden.
Ein besonderer Feiertag war der Geburtstag des Kaisers Wilhelm II. und zu Ehren des Kaisers hatten die Kinder Gedichte auswendig zu lernen und die beste Kleidung anzuziehen. Auf die Größe der Kleidung kam es nicht an, da diese meistens von den älteren Geschwistern aufgetragen werden mussten.
Bestrafungen fielen damals härter als heute aus. Mädchen bekamen mit dem Lineal einen Schlag auf die linke Hand, da die rechte Hand die schöne Hand war und man nur mit ihr schreiben durfte. Die Bestrafungen der Jungen waren härter. Meistens waren es ein Schlag auf den Po oder das Knien auf einer spitzen Holzkante.
In den vorderen Reihen saßen die Erstklässler. Je älter die Kinder waren desto weiter hinten saßen sie.
Das Sprichwort „Pack Deine sieben Sachen“ kommt daher, dass sich meistens sieben Sachen im Schulranzen befanden.
Nach Beendigung der Besichtigung des Museums hatten wir die Möglichkeit, uns für 5 € eine Schiefertafel mit Stift und Läppchen zu kaufen.
Mit vielen interessanten Informationen machten wir uns zufrieden mit dem Bus auf den Heimweg.

Das Schulmuseum
Am 04. Mai 2012 sind meine Klasse und ich ins Schulmuseum nach Bergisch-Gladbach gefahren. Abfahrt war um 9.15 Uhr. Als wir in Bergisch-Gladbach angekommen waren, hat uns die Museumsführerin freundlich begrüßt und der Klasse erklärt, dass das Museum früher eine richtige Schule war und das Gebäude bereits vor 140 Jahre gebaut wurde. Sie führte uns in das Gebäude hinein, wo wir unsere Rücksäcke und Jacken an einer Gardarobe aufhängen konnten. Danach ging die Führung los. Zuerst hat uns die Museumsführerin die Zimmer gezeigt, in denen der Lehrer früher gewohnt hat. Dort standen ein Sofa, ein Bücherschrank und zwei Vitrinen. In der Ersten waren Bilder und eine Pfeife, in der Zweiten konnte man auch Bilder sehen. Es gab noch einen Tisch, eine Geige und ein Klavier. Dann sind wir in die Küche gegangen, wo man einige alte Unterhosen und Socken sehen konnte. In der Mitte des Raumes war ein Tisch, auf dem man eine Puppe sah. Daran haben die älteren Mädchen früher das Wickeln geübt. Unter dem Tisch war eine Badewanne zu sehen. Weiter gingen wir alle die Treppe hoch, die sich neben der Kasse befand und schließlich kamen wir in den Raum, wo der Lehrer Bilder und noch weitere Gegenstände aufbewahrte. Wir setzten uns vor einen Schrank, in welchem der Lehrer das Unterrichtsmaterial aufbewahrt hatte ( z.B. einen ausgestopften Dachs und eine Schlangenhaut ). Nun gingen die Mädchen in den Raum, wo die alten Bücher waren und die Jungen in einen Raum, wo Autoteile auf einem Tisch lagen. Dort mussten wir raten, wie die Autofahrer früher gezeigt haben, in welche Richtung sie fahren wollten. Aber keiner wusste es, deswegen hat die Museumsführerin es uns erzählt. Nun dürften wir etwas essen und trinken. Einige Minuten später durften wir Kinder eine Runde um den Schulhof laufen. Nun begann der alte Unterricht. Als die Glocke bimmelte, mussten wir uns in Zweierreihen aufstellen. Die Jungen nach vorne und die Mädchen nach hinten. Zuvor hatte uns unsere Lehrerin gesagt, dass wir sie nur noch mit Fräulein Lehrerin ansprechen durften. Im Anschluss mussten wir uns der Größe nach hinsetzen und den Rücken und die Beine gerade lassen. Danach mussten wir die Hände auf den Tisch legen oder sie falten. Nun fing die Stunde mit einem Gebet an. 5 Minuten später hat uns das Fräulein Lehrerin ein Lied von Kaiser Wilhelm dem Zweitem beigebracht. Dann hat sie uns gezeigt, was man für Strafen bekommen hat, wenn man nicht lieb war. Nun hat Fräulein Lehrerin uns alte Schulsachen und einen alten Ranzen gezeigt. Sie hat uns einen Spruch beigebracht: „ Hast du auch deine sieben Sachen dabei ?“ Nun war der Unterricht vorbei. An der Kasse haben sich noch ein paar Kinder eine Schiefertafel gekauft. Im Anschluss sind wir wieder zurück gefahren.
Geschrieben von Fabian Garrels


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